Fußballrekord in der Hansestadt: Hamburg ist jetzt offiziell die „Hauptstadt der Verlängerung“
In Hamburg fanden die meisten Fußballspiele mit Verlängerung statt. Diese historische Entdeckung präsentierte FIFA WM 2006™ Sponsor Duracell heute am Hamburger Jungfernstieg gemeinsam mit FC St. Pauli Manager Holger Stanislawski und der HSV-Stimme Marek Erhardt. Die offizielle Urkunde mit der Auszeichnung „Hauptstadt der Verlängerung“ wurde an Michaela Petermann, Direktorin des Hamburger Sportamts übergeben. Als Rekordgratulant wurde ein 12,60 Meter hoher Duracell-Hase aufgebaut. „Wir Hamburger können dem Publikum halt mehr Fußball bieten als andere Städte“, sagte Holger Stanislawski zu dem Rekord.
Hamburg den 6. April 2006. Das spektakuläre 4:3 des FC. St. Pauli gegen Hertha BSC Berlin im DFB-Pokal haben noch alle Hamburger Fußballfans im Kopf. Das Wunder vom Millerntor ist jedoch nur der vorläufige Schlussakkord von insgesamt 35 Verlängerungsspielen in der Hansestadt. Pünktlich zur WM hat der FIFA WM 2006™ Sponsor und Ausdauerspezialist Duracell herausgefunden, dass Hamburg mit 35 Verlängerungsspielen den bundesweiten Rekord unter den WM-Austragungsorten hält*. Hamburg liegt vor München (31 Spiele) Köln und Berlin (je 30 Spiele). Letzter in der Liste ist Leipzig (7 Spiele). In der internen Stadtmeisterschaft liegt der FC St. Pauli mit 13 Spielen vor dem HSV (11 Spiele). „Schön, dass wir auch mal vor dem HSV liegen“, feixte St. Pauli Manager Stanislawski.
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Begeisterung im Sportamt und Riesenhase als Verlängerungs-Denkmal
Den Titel „Hauptstadt der Verlängerung“ trägt die Stadt Hamburg jetzt auch ganz offiziell. Nina Boysen, Produktmanagerin von Duracell übergab die entsprechende Urkunde an Michaela Petermann, Direktorin des Hamburger Sportamts. „Das ist eine tolle Auszeichnung für die Sportstadt Hamburg“, sagte Petermann. Damit der neue Rekord auch für alle Hamburger sichtbar ist, hat Duracell neben dem Alsterpavillon einen 12,60 Meter hohen Hasen aufgebaut. Der Hase gilt als weltgrößtes Firmenmaskottchen und ist bis einschließlich Samstag als Verlängerungsdenkmal am Jungfernstieg zu bewundern. „Um Hamburgs neuen Rekord gebührend zu feiern, haben wir extra den Duracell-Rekordhasen aus Mexiko-City per Schiff nach Deutschland gebracht“, erklärte Nina Boysen.
HSV spielte die Mutter aller Verlängerungen
Das besondere Verhältnis Hamburger Fußballclubs zur Verlän-gerung zeigte sich bereits in den Endspielen um die Deutsche Meisterschaft 1922 zwischen dem Hamburger SV und dem 1. FC Nürnberg in Berlin und Leipzig. Nach endlosen Verlängerungen ohne Sieger musste der Gewinner am grünen Tisch ermittelt werden. „Für mich war das die Mutter aller Verlängerungen“, sagte Uwe Wetzner, Autor des Hamburger Fußballlexikons. Danach sorgten nicht nur der HSV und St. Pauli, sondern auch die vielen anderen Hamburger Amateurclubs regelmäßig für bundesweite Beachtung mit spektakulären Verlängerungen im DFB-Pokal. Darunter Bergedorf 85, die 1982 an den Sander Tannen bis zur 89. Minute mit 1:0 gegen die großen Bayern führten. Erst in der Verlängerung konnten die Münchner den Klassenunterschied beweisen (1:5 n.V.).
Stanislawski erinnert sich an Nervenkitzel gegen Bayern
Trotz St. Paulis legendärer Verlängerung im DFB-Pokal gegen Berlin wackelte der Hamburger Rekord übrigens in den letzten Wochen noch kräftig. Schließlich mussten die Bayern im DFB-Pokal gegen Mainz und den HSV zuletzt zweimal in die Verlängerung. Hamburgs Vorsprung bei Verlängerungsspielen kann aber der FC St. Pauli schon in der kommenden Woche weiter ausbauen. Dann steht am Millerntor das DFB-Pokal-Halbfinale an. „Für die Zuschauer wäre eine Verlängerung natürlich riesig, als Spieler und Verantwortlicher kann das aber ganz schön stressig sein“, sagte Stanislawski, der sich noch gut an den Nervenkitzel in den Schlussminuten des 2:1-Sensationssieges 2002 gegen Bayern erinnern kann.
*Berücksichtigt wurde alle Spiele im DFB-Pokal, Wettbewerben der UEFA und Wettbe-werben der FIFA seit 1935.
Verlängerungen in Kürze
Anzahl der Verlängerungen in den FIFA WM-Städten:
| 1. Hamburg |
(35 Spiele) |
| 2. München |
(31 Spiele) |
| 3. Berlin |
(30 Spiele) |
| 4. Köln |
(30 Spiele) |
| 5. Stuttgart |
(22 Spiele) |
| 6. Frankfurt |
(21 Spiele) |
| 7. Gelsenkirchen |
(19 Spiele) |
| 8. Kaiserslautern |
(17 Spiele) |
| 9. Hannover |
(15 Spiele) |
| 10. Dortmund |
(10 Spiele) |
| 11. Nürnberg |
(9 Spiele) |
| 12. Leipzig |
(7 Spiele) |
Am Verlängerungsrekord beteiligte Hamburger Vereine:
FC Altona 93, Hamburger SV, SC Sperber Hamburg, FC St. Pauli, Victoria Hamburg, HSV Barmbek-Uhlenhorst, Concordia Hamburg,
SC Urania Hamburg, Bergedorf 85.
Die Mutter aller Verlängerungen:
Das Finale um die deutsche Fußballmeisterschaft zwischen dem 1. FC Nürnberg dem Hamburger SV 1922 wurde nach drei Stunden und neun Minuten (189 Min.) Spielzeit wegen der einbrechen-den Dunkelheit beim Stande von 2:2 abgebrochen. Das Wieder-holungsspiel stand nach regulärer Spielzeit 1:1. Der 1.FC Nürnberg hatte zu diesem Zeitpunkt verletzungs- und karten-bedingt nur noch acht Spieler auf dem Platz. Nach einem weiteren Feldverweis für die Nürnberger pfiff der Schiedsrich-ter nicht mehr an. Der DFB erklärte den HSV zum Deutschen Meister. Dieser verzichtete jedoch anschließend auf diesen Titel.
Nur eine Verlängerung in der AOL-Arena:
Die bisher einzige Verlängerung in der AOL-Arena war das UI-Cup Finale im Sommer 2000. Die noch unüberdachte Arena war zum ersten Mal ausverkauft. Der HSV unterlag dem SC Montpel-lier 1:4 nach Elfmeterschießen. Dem HSV gelang im Elfmeterschießen kein Treffer.